Syrische Flüchtlingskinder malochen in türkischen Textilbetrieben – für europäische Unternehmen: Jetzt endlich scheint es öffentliches Thema zu werden

Ganz so neu, wie jetzt von einigen Seiten aus getan wird, ist die Nachricht nun wahrlich nicht: Die Tatsache, dass syrische Flüchtlingskinder in Textilfirmen der Türkei arbeiten müssen war bereits 2015 und auch zu Anfang 2016 Thema gewesen, im Sommer nochmal  – jetzt aber wird die Nachricht nach einer entsprechenden BBC-Sendung weltweit verbreitet. Zu recht, nicht nur, weil es sehr, sehr viele junge Menschen betrifft – sondern auch, weil es einmal mehr zeigt, wie weit die verschiedenen Modekonzerne zu gehen bereit sind, um ihre Profite zu sichern. Da arbeiten welche noch billiger als in ostasiatischen Ländern? Prima. Und die Türkei, die – im Gegensatz zu hysterischen EU-Zusammenrottungen – drei Millionen Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen hat, vergibt wenig Arbeitserlaubnis, also müssen die Kinder ran, irgendwie Geld verdienen ist das Motto. Siehe dazu einige aktuelle Beiträge – und einen Verweis auf frühere Berichte:

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Whisky-Rebellion in Kentucky

Kentucky ist Heimat von etwa 95 Prozent der weltweiten Bourbon-Produktion. Normalerweise geht es bei der Herstellung des über Jahre in Fässern aus angekohlter Weisseiche gelagerten Whiskys recht unspektakulär zu. Doch plötzlich herrscht Ausnahmezustand.

Es geht nicht ums Geld, sondern um «Mangel an Respekt» und «Work-Life-Balance»: Seit sechs Tagen werden zwei Bourbon-Destillerien des Whisky-Herstellers Jim Beam im US-Bundesstaat Kentucky bestreikt.

Rund 250 Angestellte hatten die Arbeit niedergelegt, nachdem monatelange Vertragsverhandlungen zwischen dem Unternehmen und der lokalen Gewerkschaft keine Einigung brachten. Über ein neues Angebot soll an diesem Freitag abgestimmt werden.

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Geklaute Grills aus dem Knast

S 04.jpgEdelstahlgrills, Stühle, Waschbetonplatten – diese und zahlreiche andere Gebrauchsgegenstände wurden von Beamten der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Berlin-Tegel aus den Werkstätten des Gefängnisses abgezweigt und auf eigene Rechnung weiterverkauft. Dies behaupten derzeitige und ehemalige Gefangene sowie die Gefangenengewerkschaft/Bundesweite Organisation (GG/BO). Auf einer Pressekonferenz am Donnerstag in Berlin präsentierte die GG/BO die neuesten Entwicklungen in dem Fall rund um ein offenbar weitverzweigtes Schmuggelnetzwerk aus JVA-Bediensteten, Häftlingen und Personen außerhalb der Haftanstalt.

Artikel in der Jungen Welt lesen

Artikel im Stern als pdf

Infos zur Gefangengewerkschaft

prekäre Knastarbeit in Deutschland, Frankreich und der Schweiz

SBB: Stellenabbau stoppen!

SBB-CEO Andreas Meyer kündigte am 22. September an, dass die SBB 1400 Stellen abbauen werden. Betroff en sind 500 Stellen in der Verwaltung, Inder Verkehrsleitung 250, im Verkauf 220 und beim Rangierpersonal 165 Stellen. Die übrigen rund 250 Stellen verteilen sich über verschiedene Bereiche.

di schwarzi chatz #44 ist online!

Aus dem Inhalt:

• Der Gartenbau verdient mehr!
Ein Beteiligter über den Arbeitskampf im Gartenbau.

• Da haben sich ja zwei gefunden....   
Der Verpackungsbetrieb Mopac in Wasen kriselt. Als wäre dies noch nicht genug, schaltet sich nun ein berüchtigter Investor ein. Dies bedeutet nichts Gutes.

Social Peace....   
There is a new rise in „lost“ working hours due to strikes in Switzerland. An overview about recent workers struggles.

Für ein Almosen buckeln? Streik!   
Sechs aus Polen stammende Arbeitende sind seit dem 30. August im Streik.

Weder die Probleme, noch Schliessungen der Reitschule sind neu. Nach der Schliessung kommt es auch darauf an, wie die Besucher_innen reagieren werden .Weder die Probleme, noch Schliessungen der Reitschule sind neu. Nach der Schliessung kommt es auch darauf an, wie die Besucher_innen reagieren werden .

 

If they can’t do it, we can – Selbstverwaltung bei Viomihaniki Metalleutiki (Vio.Me)

veröffentlich auf labournet.de

DossierSelbstverwaltung bei Viomihaniki Metalleutiki

Vio.me ist eine Fabrik in Thessaloniki, die Baustoffe herstellte und im Mai 2011 von ihren Besitzern verlassen wurde. Die Arbeiter, seit über einem Jahr unentlohnt, haben sie in der Folge besetzt. Nachdem Interventionen bei den Ministerien erfolglos geblieben sind, haben sie beschlossen, die Fabrik in Selbstverwaltung unter Arbeiterkontrolle weiterzuführen – und nun Bioputzmittel herzustellen. Die folgenden Dokumente sind ein Interview mit Makis Anagnostou,Vorsitzender der Betriebsgewerkschaft, über die Aktivitäten und wieso sie trotz fehlender Legalität mit der Produktion beginnen, weiter eine Übersetzung eines Posters der sehr aktiven UnterstützerInnengruppe, sowie die Erklärung der Betriebsgewerkschaft, in welcher Form die Selbstverwaltung unter Arbeiterkontrolle erfolgen soll. Siehe die deutsche Solidaritätsseite externer Link und hier im Dossier Informationen zum Produktionsstart am 12.2.2013 und internationalen Solidaritätsbrief sowie weitere Unterstützung und aktuelle Meldungen:

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"Memoria Viva" Filmvorführung

Wir zeigen in Kooperation mit der FAU-Deutschland und der "Gegenbewegung Soliwoche" den Fim "Memoria Viva" im Kino der "Familie Osterhase" in der Bernstrasse 29, in Ostermundigen um 18:00.

Nach der Filmvorführung wird es Platz und Raum geben mit dem anwesenden Regisseur und dem Produzenten zu sprechen, Fragen zu stellen etc. Es wird Übersetzung vom Spanischen ins Deutsche und umgekehrt geben.

Kommt vorbei!!!

Zum Film:

Spanien 2014, 120 min, Regie: Antonio J. García de Quirós Rodríguez, (OmU)
Memoria_Viva_Plakat_Web

Die spanische Confederación Nacional del Trabajo, die CNT, ist eine legendäre Gewerkschaft. Während des Spanischen Bürgerkriegs war sie die Speerspitze gegen den faschistischen Putsch General Francos und gleichzeitig der Motor einer Sozialen Revolution, die zumindest für kurze Zeit zeigte, dass eine menschliche Gesellschaft möglich ist. Bereits in den Jahren zuvor erkämpfte sie Rechte, die in Zeiten des Neoliberalismus wieder utopisch scheinen. Und trotz Niederlage und Repression gibt es sie immer noch. MEMORIA VIVA erzählt die über hundertjährige Geschichte dieser anarchosyndikalistischen Gewerkschaft aus der Sicht ihrer Protagonisten – einfachen Arbeitern und Arbeiterinnen. Mit ihnen erleben wir ihre Geschichte, ihre Kämpfe, ihre Hoffnungen und Erwartungen. Eine Reise in die Utopie derjenigen, die eine neue Welt in ihren Herzen tragen.

Pause bis zum Ferienende? Der Widerstand in Frankreich nach der Verabschiedung des Arbeitsgesetzes durch kein Parlament geht weiter

 Ob es nötig ist, wissen die Organisationen besser, als unsereins, ob klug, wird sich zeigen. Die Intersyndicale, also jene vier Gewerkschaftsverbände, die gegen das neue Arbeitsgesetz ebenso Widerstand leisten wie die drei beteiligten Organisationen von SchülerInnen und Studierenden, rufen dazu auf, nach den Ferien (rentrée) weiter Widerstand zu leisten. Die gemeinsame Erklärung „Déclaration commune CGT, FO, FSU,Solidaires, UNEF, UNL, FIDL“ vom 08. Juli 2016 externer Link (hier dokumentiert bei SUD Solidaires) rufen dazu auf, am 15. September einen landesweiten Kampftag für die Rücknahme des Arbeitsgesetzes zu organisieren, zu dessen Vorbereitung sie sich am 31. August erneut treffen wollen. In der Erklärung wird nochmals unterstrichen, wie das Arbeitsgesetz, unter Rückgriff auf autoritäre Paragraphen, die einst vom Kapitalsknecht Hollande als undemokratisch bezeichnet worden waren, im Dienste des Unternehmerverbandes durchgepeitscht wurde. Und es werden ebenfalls erneut die Polizeistaats-Maßnahmen der französischen Sozialdemokratie kritisiert.