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di schwarzi chatz #24 ist Online!

geschrieben von FAU-Bern am 17.05.13, 10:54

Die vierundzwanzigste Ausgabe von di schwarzi chatz ist jetzt online! Klicken und lesen oder direkt abonnieren.

Aus dem Inhalt:

• Die Fabrik übernehmen!
Arbeiter_innen in Thessaloniki versuchen sich an einer anderen Art von
Krisenbewältigung: Selbstverwaltung.

• Mehr als ein Packerl Luft?
Vor ein paar jAhren noch unvorstellbar, wird im oberösterreichischen
Pflegesektor über Streik diskutiert - und sogar gestreikt.

• Schüsse auf Saisonarbeiter_innen
Bei einer Auseinandersetzung um nicht bezahlte Löhne wurden 26
Arbeiter_innen angeschossen.

• Unfallserie bei den SBB
Im ersten Quartal dieses Jahres häuften sich Unfälle bei den SBB -
wieso?

• Asylsuchende sollen DNA-Probe abgeben
Die Christdemokrat_innen rücken auf der Jagd nach mehr Stimmen weiter an
den rechten Rand.

• Drogenkonsumproblem
Drogen werden heutzutage nur im Kontext von Problemen angesprochen, es
ginge aber auch anders.

Zum downloaden: http://faubern.ch/_texte/SC_24.pdf

Wir freuen uns natürlich über Rückmeldungen zu dieser Ausgabe. Bei inhaltlicher Kritik sind wir auch gerne bereit fundierte Gegenpositionen oder Kritiken in der nächsten Ausgabe abzudrucken.

Sowohl di schwarzi chatz als auch die Direkte Aktion (Organ der FAU Deutschland) können bei uns abonniert werden. Beide erscheinen alle zwei Monate.
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Verstoss gegen Gesetz: SBB legenTank-Anlagen still

geschrieben von FAU-Bern am 06.05.13, 14:40

Weil zwei Treibstoffanlagen der SBB die gesetzlichen Auflagen nicht erfüllen, werden sie per sofort stillgelegt. Eine davon befindet sich im Berner Wylerfeld.

Der Befund der Sicherheitsanalyse ist vernichtend: Keine einzige der 142 Treibstoff-Tankanlagen der SBB erfüllt alle gesetzlichen Auflagen.

Diese Passage versteckt sich im «Netzzustandsbericht» der SBB, der diese Woche veröffentlicht wurde. Wie die Zeitung «Schweiz am Sonntag» schreibt, haben sich zwei Anlagen sogar als «akut sicherheitskritisch» erwiesen. Wie die SBB auf Anfrage der Zeitung bekanntgeben, handelt es sich um die Tankanlagen in Bussigny bei Lausanne (260 Betankungen pro Jahr) und in Bern Wylerfeld (220 Betankungen pro Jahr). Sie wurden sofort stillgelegt, wie SBB-Pressesprecher Christian Ginsig sagt.

Risiko der Verschmutzung

Von den 142 noch im Betrieb stehenden Anlagen, die allesamt den Vorschriften nicht genügen, werden nun 76 zurückgebaut und die Übrigen saniert, und zwar bis ins Jahr 2015. Laut Ginsig bestehe ein «erhöhtes Verschmutzungsrisiko für Erdreich und Wasser», wie der zur «Schweiz am Sonntag» sagt.

Die Substanzerhaltung ist bei den SBB ein grosses Thema. Es mangelt an Geld. Mit der neuen Leistungsvereinbarung stehen der Bahn von 2013 bis 2016 aber deutlich mehr Mittel zur Verfügung: Statt wie bisher 1,83 Milliarden Franken pro Jahr sind es nun 2,19 Milliarden. «Diese sind unerlässlich für eine weitere Stabilisierung des Anlagezustandes», schreiben die SBB.

Quelle: Der Bund Online

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Viele Entlassungen bei Straumann

geschrieben von FAU-Bern am 06.05.13, 14:39

Der Zahnimplantate-Hersteller will mit dem Jobabbau in Basel pro Jahr rund 25 Millionen Franken sparen - grösstenteils durch Entlassungen.

Der Stellenabbau an seinem Hauptsitz in Basel dürfte den Zahnimplantate-Hersteller Straumann im ersten Halbjahr 2012 rund 18 bis 20 Millionen Franken kosten. Die jährlichen Einsparungen der neuerlichen Reorganisation schätzt der Konzern auf etwa 25 Millionen Franken.

Der am Montag angekündigte Abbau von 110 Stellen am Hauptsitz Basel dürfte sich damit für den Konzern relativ schnell rechnen. Anders sieht die Lage freilich für die betroffenen Mitarbeiter aus. Wie Straumann-Sprecher Mark Hill heute der Nachrichtenagentur SDA sagte, wird der grösste Teil des Stellenabbaus in Basel nämlich über Entlassungen vollzogen.

Konzernchef Marco Gadola seinerseits bestätigte an einer Telefonkonferenz, die Arbeitsplätze würden vorwiegend in administrativen Funktionen wegfallen. Gadola erklärte, der erneute Stellenabbau sei notwendig geworden, weil jener vom vergangenen Herbst zu wenig Kostenreduktionen bewirkt hätte.

Einsparungen von 36 bis 37 Millionen

Damals im Herbst waren 150 Stellen gestrichen worden, 50 davon in Basel. An jährlichen Einsparungen habe dies aber nur rund 11 bis 12 Millionen Franken gebracht. Beide Sparprogramme zusammen bringen also Minderkosten von 36 bis 37 Millionen Franken pro Jahr.

Per Ende 2013 wird die weltweite Mitarbeiterzahl bei Straumann noch rund 2230 betragen, was einem Jahresabbau um etwa 200 Stellen entspricht, wie Gadola sagte. Aktuell beschäftigt der Konzern noch 2434 Personen; dies sind bereits 140 weniger als noch zu Ende des dritten Quartals 2012.

Die Basler Regierung bedauerte in einer Mitteilung den erneuten Stellenabbau bei Straumann. Sie forderte die Prüfung von Alternativen zu Entlassungen und einen grosszügigen Sozialplan. Das kantonale Amt für Wirtschaft, Soziales und Arbeit werde darauf hinwirken, dass es möglichst wenige Kündigungen gibt.

Veränderungen im Management

Die Reorganisation wirkt sich überdies auch auf die Geschäftsleitung von Straumann aus. Wie in der Telefonkonferenz heute mitgeteilt wurde, ist Frank Hemm zum Leiter der neu geschaffenen Abteilung Customer Solutions & Marketing berufen worden. Hemm war zuvor unter anderem für die Distributorenmärkte verantwortlich gewesen.

Der Leiter des Segments Prosthetics, Sandro Matter, übernimmt ausserdem die neue Position des Head Strategic Projects & Alliances. Neu in die Geschäftsleitung werden auch Wolfgang Becker, Guillaume Daniellot und Gerhard Bauer einziehen. René Willi, bisher Leiter des Geschäftsbereichts Surgical Business, verlässt nach acht Jahren den Konzern.

Anleger reagieren zwiespältig

Von den Anlegern wurde die Mitteilung vom Montagabend zwiespältig aufgenommen. Die Straumann-Aktien notierten kurz nach Mittag 2,2 Prozent tiefer, nachdem sie zwischenzeitlich noch höher gehandelt wurden.

Analysten bezeichneten die präsentierten Umsatzzahlen für das erste Quartal als unter den Erwartungen. Andererseits steuere Straumann mit der Stellenstreichung dem Trend entgegen.

Quelle: Handelsblatt Online

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Im Gewerkschaftshotel verdienen 20% unter 4000 CHF

geschrieben von FAU-Bern am 04.05.13, 12:17

Die Arbeitnehmerorganisationen besitzen mehrere Hotels in der Schweiz. Deren Angestellte erhalten teilweise tiefere Saläre, als die Gewerkschaften mit ihrer Mindestlohnkampagne fordern.

Das Hotel Bern im Herzen der Bundesstadt ist ein beliebter Treffpunkt und Versammlungsort für Linke und Gewerkschaften. Im 1914 als Volkshaus entstandenen Gebäude nächtigte der frühere SP-Bundesrat Otto Stich während seiner gesamten Amtszeit, und im altehrwürdigen Unionssaal brüten Arbeitnehmerorganisationen noch heute über Initiativen und Referenden. Am Montag sind Paul Rechsteiner und Daniel Lampart, der Präsident und der Chefökonom des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), an einer Medienkonferenz im Hotel Bern gegen jene Modeketten zu Felde gezogen, die ihrem Personal weniger als 4000 Franken pro Monat zahlen.

Das Hotel Bern mit seinen 99 Zimmern und 10 Seminarräumen gehört zur – sinkenden – Zahl der Herbergen, die sich im Besitz von Gewerkschaften befinden (TA vom Donnerstag). Und es gehört zu jenen Betrieben, die nicht allen ihren Angestellten 4000 oder mehr Franken Lohn ausrichten. Auf rund 20 Prozent schätzt Hoteldirektor Philipp Näpflin den Anteil seines Personals, das unter dieser Einkommensschwelle liegt. Angestellte also, die zu jenen «440`000 Menschen in der reichen Schweiz» zählen, die zu wenig verdienen, «um davon leben zu können, anständig leben zu können», wie es Rechsteiner am 1. Mai in Basel ausdrückte.

3400 Franken Mindestlohn

Bei diesen Tieflohnbezügern handelt es sich laut Näpflin hauptsächlich um ungelernte Personen in Hilfsfunktionen. Und der Direktor stellt sofort klar: «Wir halten uns an den Gesamtarbeitsvertrag.» Ähnlich tönt es im Hotel Brenscino in Brissago TI, das dem Eisenbahnerverband (SEV) gehört. Direktor Martin Faes schätzt, dass 10 bis 15 Prozent seiner 65 Angestellten weniger als 4000 Franken verdienen. Auch er betont, den Gesamtarbeitsvertrag (GAV) der Hotelleriebranche zu respektieren. Auch im Thuner Hotel Freienhof, das wie das Hotel Bern mehrheitlich der Unia gehört, gibt es Löhne unter 4000 Franken. Wie viele seiner 47 Angestellten betroffen sind, kann Direktor Rudolf Rath allerdings nicht sagen. Dass er den GAV «konsequent und ohne Grauzonen» anwende, sei bei dieser Besitzerschaft jedoch selbstverständlich, sagt Rath.

Ein Blick auf den GAV zeigt: Die Mindestlöhne im Gastgewerbe betragen für Ungelernte seit Anfang 2012 monatlich 3400 Franken. 3700 Franken sind es für Angestellte mit einer zweijährigen Attestlehre. Selbst wenn man den 13. Monatslohn dazuzählt, den der GAV seit 2012 garantiert, kommen Angestellte mit dem Tiefstlohn immer noch nicht auf 4000 Franken. Bis Ende 2015 ändert sich mit Ausnahme des Teuerungsausgleichs daran nichts, wie die Sozialpartner in den Lohnverhandlungen für das laufende Jahr vereinbart haben. Anpassungen gibt es, wenn schon, gegen unten der GAV enthält eine Nachverhandlungs- und Kündigungsklausel für «eine ausserordentliche wirtschaftliche Notsituation». Und bei Neuanstellungen kann der Betrieb den Mindestlohn von Ungelernten während maximal sechs Monaten um acht Prozent unterbieten.

Was würde ein Ja zur Mindestlohninitiative für die Gewerkschaftshotels bedeuten? Philipp Näpflin gibt sich zurückhaltend. Durchgerechnet habe er dieses Szenario noch nicht, aber eine «Lohnerhöhung würde sicher das Produkt verteuern». Und das in einem «Umfeld, das mit dem tiefen Eurokurs nicht gerade rosig ist». Deutlicher sagt es Martin Faes: «In der aktuellen Situation wären höhere Löhne ein Problem.» Seit dem Rekordjahr 2006 mit gutem Wetter und einer Tessinaktion der Raiffeisenbanken sind die Übernachtungszahlen im Südkanton permanent gesunken. Gelassen reagiert Rudolf Rath. Klar hätten höhere Mindestlöhne Auswirkungen aufs Budget, aber damit müsse man leben können. Er zahle seinen Angestellten bereits heute mehr, als der GAV vorschreibe.

Noch 47`000 mit Tieflohn

Für die Branche lassen sich die Auswirkungen der Mindestlohninitiative «nur schwer abschätzen, weil die Angaben der Initianten sehr vage sind», wie Marc Kaufmann, Leiter Wirtschaft und Recht beim Dachverband Hotelleriesuisse, sagt. Grundsätzlich sei mit Verschiebungen im Lohngefüge zu rechnen, denn durch staatliche Mindestlöhne gerieten alle Löhne des Gesamtarbeitsvertrags unter Druck. Für den Verband ist es daher «unverständlich, dass die Gewerkschaften mit der Initiative Mindestlöhne torpedieren, die innerhalb der Sozialpartnerschaft gemeinsam erarbeitet wurden».

Gemäss Erhebungen des Bundesamts für Statistik arbeiteten im Jahr 2010 rund 226`000 Personen im Bereich Gastgewerbe/Beherbergung. Davon erhielten laut einem Bericht des SGB rund 81`000 einen Lohn unter 4000 Franken. Dank dem neuen GAV mit garantiertem 13. Monatslohn seien es inzwischen noch rund 47`000, schätzt Hans Hartmann, der Sprecher der Unia. «Wir sind noch nicht glücklich über die Löhne im Gastgewerbe», fügt Hartmann an, aber gegenüber der Situation von vor zehn Jahren habe man dank dem GAV einen «Riesenfortschritt» gemacht. Dass immer noch viele Angestellte Tieflöhne bekämen, sei «unbefriedigend, und wir wollen das möglichst rasch korrigieren».

«Eine Gratwanderung»

«Wir befinden uns in einem Dilemma, ganz eindeutig», sagt Peter Moor, der Mediensprecher des Eisenbahnerverbands, zu den Löhnen im eigenen Hotel. Wenn ein Gesamtarbeitsvertrag tiefere Saläre zulasse, halte man sich daran. Leider habe der SEV auch im eigenen Bereich noch nicht überall Mindestlöhne von 4000 Franken durchsetzen können. «Wir befinden uns da auf einer Gratwanderung, zumal im Tourismus, der schwierige Zeiten durchlebt», sagt er.

Quelle: Der Bund Online

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Post schliesst Logistikzentrum in Bern

geschrieben von FAU-Bern am 29.04.13, 17:34

Das Logistikzentrum der Post in Ostermundigen wird auf Ende April 2014 geschlossen. Betroffen sind 61 Angestellte. Die Gewerkschaft Syndicom fordert die Post auf, den Schliessungsentscheid zurückzunehmen.

Die Schweizerische Post schliesst Ende April 2014 ihr Logistikzentrum in Ostermundigen. Der Entscheid fiel im Rahmen der 2012 angekündigten Neuausrichtung der Stückgut- und Lagerlogistik, wie die Post am Montag mitteilte.

Insgesamt 61 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiterinnen sind von der Schliessung in Ostermundigen betroffen. Für sie wird der im vergangenen Jahr ausgehandelte Sozialplan angewendet. Die Post sicherte in ihrer Mitteilung zu, alles daran zu setzen, um Entlassungen zu vermeiden.

Die Post hatte im Mai 2012 angekündigt, beim Transport von schweren Paketen und in der Lagerlogistik insgesamt 250 Stellen abzubauen. Betroffen sind demnach Fahrer von grossen Lastwagen und Mitarbeitende der Logistikzentren in sieben Kantonen der Schweiz.

Das Konzept für die Weiterentwicklung des Lagerlogistikgeschäfts bei PostLogistics sieht vor, dass bis Ende 2014 alle Lagerstandorte auch Transportstandorte sind. Bern sei ein reiner Lagerstandort und lasse sich nicht sinnvoll in das moderne Transportnetz der Post integrieren, schreibt die Post.

Am Standort Niederbipp will PostLogistics festhalten und Investitionen tätigen. Im Sommer 2013 will sie im zürcherischen Pfungen einen neuen Standort eröffnen. Nachtlogistik, Stückguttransport und Lageraktivitäten könnten dort an einem Standort zusammengelegt werden, begründete sie dies.

Scharfe Kritik von Syndicom

Die Gewerkschaft Syndicom hat bereits auf die Schliessungsankündigung reagiert. Entlassungen seien inakzeptabel, schreibt die Gewerkschaft in einer Medienmitteilung vom Montag, und fordert die Post auf, den Schliessungsentscheid zurückzunehmen. Für Syndicom scheint klar, dass die Stellen liquidiert werden: Die 55 Mitarbeitenden und sechs Lernenden würden «ohne triftigen Grund und ohne Not auf die Strasse gestellt», heisst es im Communiqué.

Syndicom wirft der Post vor einen Grossteil der Leistungen ausschreiben zu wollen und an den günstigsten Anbieter zu vergeben. Damit würden Jobs in eine Tieflohnbranche ohne GAV-Schutz verschoben, kritisiert die Gewerkschaft. Man sei entsetzt über die «Mischung aus betriebswirtschaftlichem Dilettantismus und sozialer Verantwortungslosigkeit bei PostLogistics.»

Quelle: Der Bund Online

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Lohndumping ist ein flächendeckendes Problem

geschrieben von FAU-Bern am 26.04.13, 19:43

Flankierende Massnahmen: Schweizer Kontrolleure sahen 2012 deutlich mehr Verstösse gegen vereinbarte Mindestlöhne. Es wurden auch mehr Kontrollen durchgeführt.

Im vergangenen Jahr sind in der Schweiz wiederum mehr Kontrollen der Lohn- und Arbeitsbedingungen vorgenommen worden. 39`000 Betriebe und 152`000 Personen wurden kontrolliert. Die Zahl der Verstösse bei den Entsendebetrieben stieg in einigen Branchen stark an.

Die Kontrollorgane vermuteten in Branchen mit einem Gesamtarbeitsvertrag bei 42 Prozent der kontrollierten Entsendebetriebe einen Verstoss gegen die Mindestlohnbedingungen, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft Seco am Freitag mitteilte. Das ist eine Zunahme um 9 Prozent. Auch bei knapp einem Viertel der Schweizer Betriebe wurden Verstösse vermutet.

«Gezieltere und wirksamere Bekämpfung»

Insgesamt wurden deutlich mehr Kontrollen durchgeführt als in der Entsendeverordnung gefordert. Diese sieht jährlich 27`000 Kontrollen vor. «Die Professionalisierung der Kontrollorgane führt zu einer gezielteren und wirksameren Bekämpfung von Lohnunterbietungen», teilte das Seco mit.

Im Jahr 2012 wurden rund 203`000 Personen für Einsätze von weniger als 90 Tagen in der Schweiz gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg von 13 Prozent gegenüber dem Jahr zuvor. Knapp 50 Prozent dieser meldepflichtigen Personen waren Dienstleistungserbringer. Bei den übrigen Personen handelte es sich um kurzfristige Stellenantritte bei Schweizer Arbeitgebenden. Die meisten Einsätze der meldepflichtigen Personen sind kurz, die durchschnittliche Aufenthaltsdauer liegt bei rund 40 Tagen.

Die flankierenden Massnahmen sehen unter anderem die Kontrolle der Einhaltung der minimalen oder üblichen Lohn- und Arbeitsbedingungen am Arbeitsort vor. Gemäss den Erfahrungen der Vorjahre wird gegen rund einen Drittel der Betriebe, bei denen ein Verstoss gegen die Mindestlohnbedingungen vermutet wird, letztendlich eine Konventionalstrafe verhängt.

Quelle: Der Bund Online

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Chile: 45`000 Kumpel im Streik

geschrieben von FAU-Bern am 10.04.13, 19:10

Ein Warnstreik der Bergbauarbeiter hat Chiles Kupferproduktion lahmgelegt. Rund 45`000 Kumpel haben nach Schätzungen der Gewerkschaft am Dienstag die Arbeit niedergelegt.

Die Arbeitnehmer fordern eine Aufbesserung der Renten, grössere Sicherheit bei der Arbeit und die Verstaatlichung der privaten Kupfer- und Lithiumbergwerke.

Das staatliche Kupfer-Unternehmen Codelco schätzte die Einbussen wegen des 24-Stunden-Streiks auf rund 35 Millionen Dollar. Staatspräsident Sebastián Piñera kritisierte den Warnstreik: "Es ist sehr schwierig, ein Land aufzubauen, und sehr leicht, es zu zerstören."

Quelle: St. Galler Tagblatt

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ILO warnt vor sozialen Unruhen in Europa

geschrieben von FAU-Bern am 08.04.13, 10:57

Angesichts der weiterhin hohen Arbeitslosigkeit in weiten Teilen Europas warnen Experten der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) vor sozialen Unruhen. Das entsprechende Risiko sei heute deutlich höher als vor dem vollen Ausbruch der globalen Finanzkrise im September 2008.

Gemäss einem am Montag in Genf veröffentlichten Lagebericht der UNO-Sonderorganisation sind derzeit in Europa rund zehn Millionen Menschen mehr arbeitslos als vor der Krise. Allein in den zurückliegenden sechs Monaten hätten in EU-Ländern rund eine Million Menschen ihre Arbeit verloren.

Bemühungen um die Bewältigung der Krisenfolgen müssten viel stärker auf die Schaffung von Jobs als allein auf Spar- oder ziellose Strukturmassnahmen gerichtet sein, forderte die ILO im Vorfeld ihrer 9. Europäischen Regionalkonferenz in Oslo (8. bis 11. April).

Zum Stand Februar 2013 seien 26,3 Millionen Europäer arbeitslos gewesen - 10,2 Millionen mehr als 2008. Die Arbeitslosenrate in der EU liege mit 10,9 Prozent um 4,1 Prozentpunkte über dem Vorkrisenniveau. Dabei habe die Arbeitslosigkeit in der Eurozone sogar noch schneller zugenommen und im Februar 2013 "ein historisches Hoch von 12 Prozent erreicht".

Allerdings gibt es laut ILO in der Eurozone grosse Unterschiede: Während die Arbeitslosigkeit in Griechenland, Portugal, Spanien und Zypern besonders hoch ist, liegt die Beschäftigung in Deutschland, Ungarn, Luxemburg, Malta und Österreich inzwischen sogar über dem Vorkrisenniveau.

Quelle: Cash Online

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Luxemburg: Streik auf dem Bau absehbar

geschrieben von FAU-Bern am 08.04.13, 10:56

Seit nunmehr mehreren Jahren kämpfen die Beschäftigten des Bausektors um bessere Arbeitsbedingungen, verlangen bessere Ausbildungsmöglichkeiten und mehr Lohn.

Seit dem Jahr 2009 laufen zähe Kollektivvertragsverhandlungen und in der Zwischenzeit hatten die Patronatsverbände eine Erhöhung der Wochenarbeitszeit gefordert; die Gewerkschaften antworteten mit einer beeindruckenden Demonstration im vergangenen Mai.

Wie der zuständige Gewerkschaftssekretär des OGBL, Jean-Luc de Matteis, uns auf Anfrage erklärte, steht der Konflikt auch nach Treffen vor dem Schlichter immer noch nicht vor einer Lösung. Dies obwohl die Gewerkschaften Zugeständnisse gemacht hatten: So hatten sie vorgeschlagen, statt ihrer ursprünglichen Forderung nach retroaktiven Lohnerhöhungen von einem Prozent für die drei vergangenen Jahre zurückzuziehen und durch eine einmalige Prämie in Höhe von 750 Euro zu ersetzen. Für die kommenden Jahre verlangen die Arbeitnehmer einen jährlichen Lohnzuwachs von 1,5 Prozent.
Die Arbeitgeber, die noch vor geraumer Zeit eine Arbeitszeit von bis zu 60 Stunden pro Woche gefordert hatten, sind inzwischen von diesem, dem Arbeitsrecht widersprechenden Vorschlag abgerückt und legten zwei Vorschläge vor.

Unannehmbare Vorschläge

Für die Jahre 2009 bis 2012 soll es retroaktiv kein Geld mehr geben (Nullrunde) und für die Jahre 2013, 2014 und 2015 jeweils 100 Euro Prämie. Dieser erste Vorschlag ist für die Gewerkschaften ebenso unannehmbar wie die Alternative, die von den Unternehmern vorgeschlagen wurde: die Referenzperiode für Überstunden solle künftig ein ganzes Jahr betragen, was einem Wegfallen der Bezahlung von Überstunden gleichkomme, so de Matteis.
Diese Vorschläge seien eine Frechheit, so der Gewerkschaftler, der auf eine große Tarifkommission des OGBL am 27. April verweist.

Bei dieser Gelegenheit werden die Delegierten des OGBL über diese Vorschläge abstimmen, wobei der Ausgang dieser Entscheidung bereits jetzt klar zu sein scheint. Das Personal in den Bauunternehmen wird nicht hierauf eingehen und die Streikprozedur wird demnach voraussichtlich eingeleitet werden. Sollte kein neuer Vorschlag der Unternehmerseite vorliegen, so ist damit zu rechnen, dass die 16 Wochen andauernde Prozedur zu gewerkschaftlichen Aktionen anlaufe.

Die 14.000 Beschäftigten des Sektors, in dem die Nettozahl der Arbeiter immer noch wächst (um vier Prozent im Vorjahr) und der mit Gewinnmargen von drei bis fünf Prozent wirtschaftet, verlangen nach 2006 endlich wieder mehr Gehalt. Im Juli wird es demnach voraussichtlich zu Aktionen im Bauwesen kommen. Wie diese im Details aussehen könnten, wollte de Matteis noch nicht sagen. Man gehe Schritt für Schritt vor.

Quelle: Tageblatt.lu

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Amazon-Mitarbeiter stimmen für Streik

geschrieben von FAU-Bern am 05.04.13, 15:34

Dem Internetversandhändler Amazon droht am Standort Leipzig ein Arbeitskampf. In einer Urabstimmung sprachen sich 97 Prozent der Beschäftigten für einen Streik aus. "Wir werden nicht lockerlassen, bis wir einen vernünftigen Tarifabschluss haben", kündigte ein Ver.di-Sprecher an.

Das Ergebnis ist eindeutig: In einer Urabstimmung von Mitarbeitern des Internetversandhändlers Amazon Chart zeigen in Leipzig haben sich 97 Prozent für einen Streik ausgesprochen. Als bundesweit erster Standort wollen sie mit Arbeitskämpfen einen Tarifvertrag erstreiten. An der Urabstimmung hatten sich 92 Prozent der 520 Gewerkschaftsmitglieder am Standort beteiligt. In Leipzig arbeiten insgesamt rund 1200 Festangestellte sowie 800 befristet Beschäftigte. Bundesweit beschäftigt Amazon etwa 9000 Menschen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di will nun ganztägige und mehrtägige Streiks planen "Wir werden nicht lockerlassen, bis wir einen vernünftigen Tarifabschluss haben", sagte Gewerkschaftssprecher Jörg Lauenroth-Mago. Wann die Streiks stattfinden sollen, ließ er offen.

Ver.di will mit den Tarifverhandlungen einen Anschluss zu den besseren Konditionen des Versand- und Einzelhandels erreichen. Dazu gehört unter anderem eine Lohnuntergrenze von 10,66 Euro pro Stunde.

Amazon äußerte sich nicht direkt zu den Forderungen. Eine Amazon-Sprecherin teilte lediglich mit: "Mitarbeiter der deutschen Logistikzentren liegen mit ihrem Einkommen am oberen Ende dessen, was in der Logistikindustrie üblich ist." Ob der Streik Auswirkungen auf andere Standorte und die Amazon-Kunden haben könnte, wollte die Sprecherin nicht sagen.

In Deutschland stehen die Arbeitsbedingungen bei Amazon seit längerem in der Kritik. Im Februar war bekannt geworden, dass Saisonarbeitskräfte in Hessen von Mitarbeitern eines Sicherheitsdiensts schikaniert wurden, die teilweise Kontakte zur rechtsextremen Szene gehabt haben sollen. Amazons Deutschland-Chef Ralf Kleber bedauerte im Gespräch mit Spiegel Online die Vorfälle und sagte, er ermuntere die Mitarbeiter zur Gründung von Betriebsräten.

Quelle: Spiegel Online

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di schwarzi chatz #24 ist Online!

geschrieben von FAU-Bern
am 17.05.13, 10:54

Verstoss gegen Gesetz: SBB legenTank-Anlagen still

geschrieben von FAU-Bern
am 06.05.13, 14:40

Viele Entlassungen bei Straumann

geschrieben von FAU-Bern
am 06.05.13, 14:39

Im Gewerkschaftshotel verdienen 20% unter 4000 CHF

geschrieben von FAU-Bern
am 04.05.13, 12:17

Post schliesst Logistikzentrum in Bern

geschrieben von FAU-Bern
am 29.04.13, 17:34

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